Arguliner Bildung

Arguliner 

Beste Bildung & Schulautonomie

I Unsere Position

Beste Bildung muss jedem Menschen zur Verfügung stehen, da Bildung die zentrale Voraussetzung für Chancengerechtigkeit und Selbstbestimmtheit ist. Wir möchten, dass jeder Schüler individuell gefördert und gefordert wird. Daher setzen wir uns für die Schulwahlfreiheit und Schulvielfalt ein.Wir treten für ein breites Angebot an Schultypen ein, da nur so gewährleistet ist, dass jeder Schüler optimal gefördert werden kann. Die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schulformen ist essentiell und Voraussetzung für das Funktionieren des mehrgliedrigen Schulsystems.

Auch möchten wir die Autonomie der Schulen stärken. Innerhalb des staatlichen Rahmens sollen Schulen größtmögliche Gestaltungsfreiheit zur Verfügung stehen. Durch die finanzielle, personelle, organisatorische sowie pädagogische Selbstverwaltung können Schulen eigenständig auf Bedürfnisse von Schülern, Lehrern und Eltern reagieren und individuelle Schwerpunkte im Schulbetrieb setzen. Auch sollen sie selber über die Wahl zwischen G8 und G9 entscheiden können.

  • Individuelle und bedarfsgerechte Förderung für alle Schüler
  • Schulwahlfreiheit und Schulvielfalt
    • Mehr Wettbewerb zwischen den Schulen zur Verbesserung des Angebotes
    • Abschaffung bestehender Schuleinzugsbezirke o.Ä.
  • Mehr Eigenverantwortung für die Schulen
    • Verstärkte Entwicklung und Förderung eigener Schulkonzepte (z.B. beim inhaltlichen und methodischen Angebot sowie der technischen Ausstattung)
    • Eigenständige Personalentscheidungen
    • Wahlfreiheit zwischen G8 und G9

II Unsere Argumentation

  • Bildung bedeutet Chancengerechtigkeit: Bildung gibt jedem die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg
  • Sicherstellung von Pluralität
    • Bedarfsgerechte Förderung und Forderung für alle Schüler mit unterschiedlichen Eigenschaften und Kompetenzen
    • Entwicklung unterschiedlicher Schulkonzepte, die miteinander im Wettbewerb stehen àständige neue Innovationen und Wettbewerb der besten Ideen
  • Eigenverantwortung und Wettbewerb steigern die Qualität
    • Schüler wählen die Schule mit dem überzeugendsten Konzept
    • Anreize für Schule, Konzepte und Schulalltag zu verbessern
  • Individuelle und bedarfsgerechte Planung durch Entscheidungen über Einnahmen und Ausgaben, Personal, technische Ausstattung und inhaltliche Schwerpunkte gemäß den Ansprüchen vor Ort
    • Steigerung der Effektivität öffentlicher Ausgaben

III Mögliche Gegenargumente

  • „Einzelne Schulen werden wegen fehlender Kapazitäten überlastet, während anderen Schulen die Schüler ausgehen.“
    • Mittel- bis langfristig wird der Wettbewerb der Schulen dazu führen, dass das Niveau flächendeckend steigt
  • „Wenn Schulen eigenständige über Inhalt und Methodik entscheiden, leidet die Allgemeinbildung darunter“
    • Es geht nicht darum, dass Hauptfächer wie Mathe, Deutsch oder Englisch abgeschafft werden (einen verbindlichen Kanon und verbindliche Kerncurricula wird es weiterhin geben). Für uns gehört es auf den Prüfstand, ob wirklich jede Kleinigkeit und jedes Detail geregelt sein muss
    • Wir sollten Schulen durchaus zutrauen, tragfähige Konzepte für Wahlpflichtangebote und fachübergreifende Projekte zu ermöglichen – denn die praktische Erfahrung liegt vor Ort, nicht im Ministerium

 

 

Digitale Schule

I Unsere Position

Es ist unser Ziel, alle Schulen mit modernster Technik auszustatten. Smartboards und Tablets sind für uns wichtige Bestandteile eines modernen Unterrichts, der Schülern wichtige Kompetenzen im Umgang mit Medien und Technik vermittelt. Wichtig ist uns dabei, dass im Zuge der Selbständigkeit der Schule diese selber entscheiden sollen, welche Plattform, z.B. Tablet, Smartboard oder interaktiver Beamer, für ihre Belange am besten geeignet ist.

  • Bessere Integration neuer Medien in den Unterricht
  • Schulen benötigen bessere digitale Ausstattung
    • Schulen sollen eigenständig darüber entscheiden dürfen, welche digitalen Plattformen für ihre Belange am besten geeignet sind
    • Dadurch kann bedarfsgerecht auf die individuellen Bedürfnisse der Schule vor Ort eingegangen werden
  • Einrichtung eines Digitalisierungsbudget für alle Schulen in Hessen, um einen gleichmäßigen Ausbau der digitalen Infrastruktur zu gewährleisten
  • Schaffung der Stelle eines IT-Beauftragten, der das Lehrerkollegium bei der Anwendung digitaler Medien unterstützt und sich um anfallende Probleme kümmert
  • Verpflichtender Besuch einer Schulung zum Thema Digitalisierung im Unterricht für Lehrer einmal im Jahr

II Unsere Argumentation

  • Ausbau der digitalen Infrastruktur muss durch Land sichergestellt werden
    • Erhöhung der Bildungsausgaben ist eine notwendige und zielführende Investition in die Zukunft
  • Schüler erlernen Umgang und wichtige Kompetenzen in Bezug auf den Gebrauch digitaler Medien
    • Elementare Fähigkeiten für späteren Einstieg ins Berufsleben
  • Mehr Abwechslung im Unterricht (Methodenvielfalt, Schülerorientierung) und effektivere Nutzung der Unterrichtszeit
  • Lehrer müssen auf dem neuesten Stand der Technik sein, um sie optimal im Unterricht verwenden zu können

III Mögliche Gegenargumente

  • „Digitale Medien nützen nichts im Unterricht bzw. bringen diesen nicht weiter.“
    • Die Digitalisierung revolutioniert unser Leben. Arbeitsplätze und Arbeitsmodelle sowie Kommunikationsmöglichkeiten verändern sich kontinuierlich. Schüler müssen lernen, sich mit Neuheiten umgehen zu können, um in Zukunft nicht abgehängt zu sein
    • Digitale Medien bergen viele Potentiale und Chancen für einen zielführenden Unterricht in methodischer, sozialer und fachlicher Hinsicht. Unterschiedliche Medien können an einem Gerät (Smartboard) leicht abgespielt werden, soziale Interaktionen entstehen, neue Methoden können eingesetzt werden und ein breites Wissen steht vielen Schülern durch eine kurze, schnelle Recherche zur Verfügung
  • „Viele Schulen können mit Smartboards und co nichts anfangen.“
    • Jede Schule soll eigenständig über ihre Ausstattung entscheiden dürfen. Nur so kann eine Bedarfsgerechtigkeit vor Ort sichergestellt werden
    • ein Digitalisierungsbudget soll dabei helfen, alle Schulen nach individuellen Bedürfnissen mit neuer Technologie auszurüsten
  • „Lehrer können selbst nicht mit digitalen Medien umgehen und keine Medienkompetenz vermitteln.“
    • Jeder Lehrer soll kontinuierlich (einmal pro Jahr) eine verpflichtende Schulung zum Thema Digitalisierung durchführen, bei der er/sie lernt, welche digitalen Medien es gibt und wie man sie optimal in den Unterricht integrieren kann
  • „Es gibt kein qualifiziertes Personal, das sich um die Wartung kümmert und das Kollegium bei Problemen unterstützt.“
    • Jede Schule soll (möglichst intern) einen Digitalisierungsbeauftragten nennen, der weniger Schulstunden absolvieren muss und sich um anfallende Probleme vor Ort kümmert

 

 

Elternunabhängiges BAföG

I Unsere Position

Die Finanzierung von Bildung darf weder an den Vorstellungen noch am Einkommen der Eltern scheitern. Daher setzen wir uns für ein elternunabhängiges BAföG von Schülern, Azubis und Studenten ein. Aus unserer Sicht sollte die Förderung aus einem Zuschuss in Höhe von 500 Euro sowie einem Darlehensangebot bestehen. Die Refinanzierung des Zuschusses erfolgt über die Verlagerung von Vergünstigungen und Leistungen der Eltern hinzu den Schülern und Studierenden.

II Unsere Argumentation

  • Junge Menschen sind eigenständige Persönlichkeiten, die selber über ihre Zukunft entscheiden sollten
  • Ausbildung stellt Weichen für die Zukunft
    • Schüler, Azubis und Studenten sollten ihren Talenten und Interessen folgen
    • Unabhängigkeit von Eltern
    • Frei von Geldsorgen
  • Bildung ist eine Investition in die Zukunft: wer eine gute Ausbildung abschließt, verdient nachweislich später besser

III Mögliche Gegenargumente

  • „Eltern sind dem Schüler, Azubi oder Studenten ohnehin unterhaltspflichtig.“
    • Das elternunabhängige BAföG entlastet generell Familien mit geringeren Einkommen
    • Es schafft Chancengerechtigkeit zwischen den Gesellschaftsschichten
  • „Bildung in Deutschland muss komplett kostenfrei sein.“
    • Bis zur weiterführenden Bildung ist und bleibt sie das auch
    • Das elternunabhängige BAföG ermöglicht es Schülern, Azubis und Studenten, eine bessere Bildung zu erhalten, wenn es ihnen vorher verwehrt blieb oder schlichtweg der finanzielle Rahmen nicht gegeben ist
    • Es schafft die Möglichkeit, dass junge Menschen ihren Bildungstraum verwirklichen können
  • „Viele junge Menschen würden sich daraufhin verschulden.“
    • Das elternunabhängige BAföG besteht aus einem Zuschuss in Höhe von 500 Euro, der nicht zurück gezahlt werden muss
    • Das weitere Darlehensangebot muss nicht angenommen werden, wenn man sich nicht verschulden möchte
    • Die Rückzahlungsmodalitäten für das Darlehen richten sich nach dem späteren Einkommen und werden erst ab einer bestimmten regelmäßigen Vergütung fällig
  • „Der Staatshaushalt wird zusätzlich belastet.“
    • Bildung ist eine Investition in die Zukunft. Die Kinder von heute garantieren unseren Wohlstand von morgen
    • Jede Verschließung gegenüber Bildung und freie Talententwicklung eines jeden Individuums schränkt Recht auf freie Bildung und damit individuelle Persönlichkeitsentfaltung ein

 

 

Nachgelagerte Studiengebühren

I Unsere Position

Wir sprechen uns für nachgelagerte Studiengebühren an hessischen Hochschulen aus.

  • Hochschulen sollten eigenständig über die Höhe der nachgelagerten Studiengebühren entscheiden dürfen
  • Studenten können zunächst kostenfrei studieren. Sobald sie eine bestimmte Einkommensgrenze überschreiten, sollen sie jedoch einen Beitrag zur Finanzierung entstandener Kosten leisten
  • Die Höhe der Gebühren wird unter Berücksichtigung eines Grundfreibetrags an die Einkommenshöhe gekoppeltund beträgt maximal 500 Euro pro Semester
  • Die erhobenen Gebühren kommen ausschließlich der akademischen Lehre zugute

II Unsere Argumentation

  • Bildung ist eine Investition in die Zukunft: wer ein Studium abschließt, verdient nachweislich mehr als ein Nicht-Akademiker
  • Es ist sozial ungerecht, dass ein Nicht-Studierter über seine Steuern Akademikern das Studium finanziert
  • Studienbeiträge verbessern Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Hochschulen
    • helfen der Verbesserung der akademischen Lehre und sind somit eine Investition in die Ausbildung zukünftiger Eliten
  • Studienbeiträge führen zu einem verstärkten Wettbewerb der Hochschulen um die Studenten
  • Ein Grundfreibetrag und ein Maximalbetrag stellen sicher, dass sich junge Menschen nicht verschulden und jedem möglich bleibt, ein Studium zu beginnen

III Mögliche Gegenargumente

  • „Studiengebühren beeinträchtigen die Chancengerechtigkeit.“
    • Da die Studiengebühren erst nachgelagert in Relation zum späteren Einkommen und gebunden an einen Grundfreibetrag erhoben werden, ist es nach wie vor jedem möglich, ein Studium zu beginnen und abzuschließen
  • „Bildung muss generell kostenfrei sein.“
    • die verpflichtende Grundbildung, die jeder durchläuft, bleibt nach wie vor kostenfrei
    • eine weiterführende, akademische Bildung wird jedoch nur von einem geringen Bevölkerungsteil wahrgenommen. Es wäre ungerecht, wenn wir ausgerechnet jenen, die später ein höheres Einkommen haben werden, über Steuergelder ihre Ausbildung finanzieren
    • die Qualität der Lehre würde sich qualitativ stark verbessern
  • „Viele junge Menschen würden sich daraufhin verschulden.“
    • Ein Student muss nur dann Studiengebühren zurückzahlen, wenn er genug verdient. Wer nicht genug verdient, zahlt nichts